Wenn Latein Spaß macht: Ein Abendessen, inspiriert von Apicius, dem berühmten römischen Koch, für Schüler der Mittelstufe

Als erfrischende Innovation im Bildungsbereich verband die Departementsverwaltung Nord klassische Kultur und Gastronomie mit einer einzigartigen Initiative, die 2025 fast 40 Schulen begeisterte. Dieses ambitionierte Projekt lud Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe ein, Latein in einem spannenden Wettbewerb neu zu entdecken: Sie sollten einen dreiminütigen Kurzfilm über die Küche des antiken Roms drehen. Diese originelle Kombination aus lateinischem Festmahl und der Sprache der Klassiker ermöglichte es begeisterten jungen Menschen, in die Welt des Apicius einzutauchen, des berühmten römischen Feinschmeckers, dessen kulinarisches Erbe noch heute neugierige Gaumen weckt. Über eine reine akademische Übung hinaus entstand so eine mitreißende Live-Aufführung mit traditionellen Kostümen, Rezepten aus antiken Texten und einer spielerischen Inszenierung. Die Schülerinnen und Schüler des Collegium Romain konnten so das Sprachenlernen mit kulinarischen Experimenten verbinden und Latein in einem neuen Licht erleben: dem der Geselligkeit und des Genusses. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschränkten sich nicht darauf, Sätze aufzusagen; sie kochten, filmten, spielten und teilten vor allem ein Erlebnis voller Emotionen und Wissen. Dieses Projekt, das dank des Engagements begeisterter Lehrkräfte und lokaler Kulturschaffender unerwartet erfolgreich war, unterstreicht die wiedererwachte Vitalität antiker Sprachen im Kontext von Kultur und den „Aromen Roms“. Die Initiative ebnet damit den Weg für Projekte wie die „Gustatio Ludique“ und die verschiedenen „Epicurium Jeunesse“-Projekte im Bildungsbereich, in denen spielerisches Lernen der Wissensvermittlung dient. Die Inszenierung eines antiken Mahls soll junge Menschen rund um Apicius Junior begeistern.

Das Verständnis des antiken Roms bedeutet auch, seine Lebensweise und vor allem seine Gastronomie zu begreifen – ein faszinierendes Feld für Schüler der Mittelstufe. Genau dieser Herausforderung stellten sich Lateinlehrer, die im Rahmen eines Wettbewerbs des Archäologie- und Kulturerbeamts der Region Nord ihre Schüler in das Abenteuer des „Lateinischen Banketts“ eintauchen ließen. In Togen oder einfacher Sklavenkleidung gekleidet, erweckten die Teilnehmer die Atmosphäre eines römischen Essens zum Leben, indem sie Gerichte der damaligen Zeit zubereiteten und Szenen nachspielten, die von dem Koch Apicius, dem „Meisterkoch“ des antiken Roms, inspiriert waren. Dieser immersive Ansatz stieß auf große Begeisterung, insbesondere am Collège de l’Immaculée Conception in Bailleul, dem Gewinner des Wettbewerbs. Die Mittelstufenschüler mussten sich mit verschiedenen Aspekten des Projekts auseinandersetzen: Sie lernten lateinische Kochvokabeln, entwarfen Kostüme, bereiteten Gerichte nach dem Rezeptbuch „Caesars Festmahle“ zu und drehten schließlich vor einem Greenscreen, um ein virtuelles Set nach dem Vorbild der Villa Livia zu schaffen. Ihre Produktion verband gekonnt die Ludi Latini (lateinische Spiele) mit einem aktiven Lernansatz, bei dem mündlicher Ausdruck und Kreativität im Mittelpunkt stehen. In diesem Kontext wird die Nachstellung einer römischen Mahlzeit zu einem wirkungsvollen Mittel, um: ✅ die Beherrschung der lateinischen Sprache durch konkrete Dialoge zu vertiefen. ✅ den Wortschatz des Tricliniums, des Peristyls und der Amphoren zu entdecken, die den römischen Alltag prägten.

✅ die Geschichte der antiken Gastronomie durch die praktische Anwendung von Rezepten aus der Sammlung des Apicius kennenzulernen. ✅ die Teamarbeit durch Drehbuchschreiben, Kochen, Schauspielern und Filmen zu fördern. Dieses spielerische Projekt verdeutlichte, wie wichtig es ist, den Gaumen nicht nur durch Geschmack, sondern auch durch intellektuelle Neugier und künstlerisches Schaffen anzuregen.

Wichtige Projektphasen Lernziele 🎯

Verwendete lateinische Elemente 📜

  • Recherche in der Bibliothek
  • Dokumentarfilm- und Vokabelarbeit
  • Vokabular zu Mahlzeiten, dem Triclinium und der Villa
  • Kostümgestaltung

Kulturelles Eintauchen Verwendung von Begriffen im Zusammenhang mit römischer Kleidung (Toga, Stola) Zubereitung von Speisen

Kenntnisse der Rezepte des Apicius Kulinarische Fachbegriffe (gustare, coquere, acidum) Dreharbeiten zum Kurzfilm
Mündliche Übungen in Latein Dialog und gebräuchliche Ausdrücke Adaptierte antike Rezepte: Eine Brücke zwischen Geschmack und Kultur
Mehr als nur eine Aufführung – dieses Projekt bot den Studierenden ein umfassendes kulinarisches Eintauchen in die Welt des Apicius. Klassische Rezepte aus der Sammlung des berühmten Gastronomen wurden überarbeitet und an moderne Gegebenheiten angepasst, wobei der authentische Charme römischer Zutaten erhalten blieb. So präsentierte die Speisekarte der Gourmet-Amphore Folgendes:
🍳 Hartgekochte Eier mit Pinienkernen, fein gewürzt 🥚 Erbsen-Soufflé, ein leichtes und dennoch geschmackvolles Gericht 🥓 Schinken im Blätterteig, neu interpretiert nach alten Rezepten
🍄 Pilze nach römischer Art mit Garumsauce und aromatischen Kräutern 🧀 Käsedessert mit karamellisierten Birnen. Jedes Gericht bot den Studierenden die Möglichkeit, nicht nur die kulinarische Komposition, sondern auch die mit römischen Mahlzeiten verbundenen Bräuche und Rituale kennenzulernen. So entdeckten sie beispielsweise die Bedeutung der Gustatio

, des ersten Ganges, der den Appetit anregte und eine gesprächsfördernde Atmosphäre schuf.

Diese gastronomische Reise schlägt zudem eine Brücke zwischen den Epochen. Sie verdeutlicht, wie sehr römische Rezepte die europäische Küche über die Jahrhunderte beeinflusst haben. Mit spielerischer Herangehensweise konnten die Schüler der Mittelstufe das Erbe des Apicius für unseren Alltag entdecken – ein wahres Epikureium der Jugend.

  • https://www.youtube.com/watch?v=3cbADvbIB-U
  • Über den reinen Genuss hinaus förderten diese kulinarischen Begegnungen Offenheit, Respekt vor alten Techniken und die Wertschätzung des europäischen kulinarischen Erbes. Im Rahmen von
  • Ludi Latini
  • ist es das Ziel, die lateinische Sprache durch konkrete, spielerische und sinnliche Aktivitäten wiederzubeleben.

Förderung von Latein durch innovative und gemeinschaftliche Projekte in der Mittelstufe Das ProjektEin Abendessen bei Apicius

veranschaulicht perfekt, wie Latein durch partizipative und kreative Erfahrungen wieder in den Mittelpunkt der Bildung gerückt werden kann. Es ist nicht länger nur eine tote Sprache, sondern ein lebendiges Werkzeug, das zum Verständnis unserer heutigen Geschichte und Kultur beiträgt. Die Verbindung von Sprache und Gastronomie ist ein innovativer Weg, echte Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern zu wecken – weit entfernt von traditionellen, mitunter als streng empfundenen Methoden. Dies ermöglichte es dem Collège de l’Immaculée Conception in Bailleul, sich durch die Kombination dieser Arbeit mit einem schulübergreifenden Wettbewerb zu profilieren, an dem 48 Videos und 40 Schulen aus der Region Nord teilnahmen. Diese Mobilisierung beweist ein beispielloses Interesse am spielerischen Erlernen von Latein und haucht dem Fach neues Leben ein.

Hier einige der Schlüsselfaktoren, die dieses Projekt so beispielhaft gemacht haben: 📝 Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Lehrkräften für Französisch, Geschichte, Technik und Sport🎭 Unterrichtsmethoden basierend auf Rollenspielen und Theater in lateinischer Sprache

🎥 Einsatz moderner Tools (Greenscreen, Videobearbeitung) zur Erstellung ansprechender Inhalte

🍽️ Sensibilisierung für Gastronomie und antike Ernährungsgewohnheiten 🤝 Schülerbeteiligung außerhalb der Schulzeit (Freizeit, Kochworkshops) Dieses Projekt entspricht voll und ganz dem aktuellen Trend zum interdisziplinären Lernen, wie er beispielsweise am

Collège Max Jacob

oder am

  • Collège Gaspard Malo
  • praktiziert wird und auf eine dynamische Pädagogik zugeschnitten ist.
  • Bildungselement
  • Ziel

Konkretes Beispiel Rollenspiel und mündliche Präsentation Entwicklung der Aussprache und Kommunikationsfähigkeit im Lateinischen Schüler spielen eine Bankettszene mit lateinischen Dialogen nachVideoproduktion

Sensibilisierung für moderne visuelle Kommunikationstechniken Nachbildung einer römischen Villa mithilfe eines Greenscreens Kochworkshop
Praktische Auseinandersetzung mit antiken Rezepten Gemeinsame Zubereitung von Gerichten des Apicius Zukunftsperspektiven: Weiterführung des römischen Banketts an weiterführenden Schulen
Am Ende des Wettbewerbs erfreute der Preis für die Gewinnerschule Schüler und Lehrer: Der Verein für historische Reenactment, La nuit des temps , wird ein authentisches römisches Bankett an ihrer Schule veranstalten. Diese einzigartige Veranstaltung ermöglicht es allen 700 Schülern, Gerichte nach alten Traditionen zu verkosten und so die Lernerfahrung durch praktische Übungen und gemeinsames Probieren zu erweitern. Ein voller Erfolg, der die Fortführung solcher Initiativen sichert und Latein als lebendiges kulturelles und gastronomisches Medium präsentiert.
Diese Dynamik wird zusätzlich durch eine Ausstellung zum Thema „Die Aromen Roms“ unterstützt, die in Zusammenarbeit mit dem Römischen Forum von Bavay im Lernzentrum der Schule stattfindet.

Die Ausstellung „Die Römer sind Feinschmecker!“ zieht jüngere Schüler an und weckt durch eine visuelle und kulinarische Entdeckungsreise neues Interesse an alten Sprachen. Ähnliche Projekte sind für die kommenden Jahre geplant und bestätigen diesen Erfolg:

🔜 Der Wettbewerb wird laut den Organisatoren und Kulturvermittlern in zwei Jahren wiederholt.📚 Ausweitung der Aktivitäten auf Grundschulklassen, um schon früh das Bewusstsein für antike Küche zu fördern.

🍴 Regelmäßige Workshops zum Thema „Antike Geschmacksknospen“ zur Vertiefung des sensorischen Verständnisses antiker Speisen.

🎬 Neue Video-Challenges in Latein, die Gastronomie und Theater verbinden.

  • Ein durchschlagender Erfolg, der uns daran erinnert, wie die lateinische Sprache wieder dynamisch und fesselnd werden kann, wenn sie in innovative Lehrmethoden in Verbindung mit Gastronomie integriert wird.
  • https://www.youtube.com/watch?v=FxCtE0WvVw8

Häufig gestellte Fragen von Mittelstufenschülern zum Apicius-Bankett:

Warum mit Apicius‘ Rezepten kochen?

Apicius‘ Rezepte repräsentieren einen reichen Schatz an antikem gastronomischem Wissen und ermöglichen ein greifbares Eintauchen in die römische Geschichte, um den sozialen und kulturellen Kontext der damaligen Zeit besser zu verstehen.

  • Ist Latein heute noch nützlich?
  • Absolut: Latein ist weit mehr als eine tote Sprache. Es prägt einen Großteil des heutigen europäischen Wortschatzes und bleibt ein wertvolles Werkzeug für das Studium von Sprachen und Geschichte.
  • Waren die Gerichte schwierig zuzubereiten?
    Manche antiken Gerichte erfordern Zeit und spezielle Zutaten, doch die in diesen Workshops umgesetzten modernen Anpassungen machen das Kochen für Schüler der Mittelstufe zugänglich und unterhaltsam.
  • Wie verliefen die Dreharbeiten?
    An den Dreharbeiten waren Schüler verschiedener Fachrichtungen beteiligt. Mithilfe moderner Technik wie Greenscreen-Verfahren war das Projekt sehr bereichernd und erforderte Organisation und Teamarbeit.
  • Wie können Sie an einem solchen Projekt an Ihrer Schule teilnehmen?
    Schulen können sich an lokale archäologische Beratungsstellen wenden oder sich von Initiativen wie denen auf Collatinus oder der Website Ludus Latinius inspirieren lassen, um ihre eigenen Projekte Epicurium Jeunesse und Gustatio Ludiquezu starten.
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Passionnée par la cuisine latine depuis plus de 20 ans, j'ai exploré les saveurs et traditions culinaires d'Amérique du Sud et d'Amérique Centrale. À 38 ans, j'aime partager mes recettes authentiques et dévoiler les secrets de la cuisine latina à travers des ateliers et des conseils culinaires.

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